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Guinea - Unsere Projekte

Unser Projektbüro in Guinea

Projektkoordinator: Alhassane Souare
Anschrift: Commune de Dixinn
Cité de La Minière
B.P. 6684
Conakry
Tel.: 00224 - 30 423888
Fax:00224 - 30 423676
E-mail: guinee@dvv-international-ao.org
www.dvv-international-ao.org

Ansprechpartner im dvv international in Bonn:
Henner Hildebrand
E-mail: hildebrand@dvv-international.de 

In Guinea wird unser Landesprogramm vom Projektbüro in Conakry aus gesteuert.

Der Fokus unserer Förderung liegt auf guter Praxis der nonformalen Grundbildung für Jugendliche und Erwachsene, auf der Organisationsstärkung der Partner und dem Bildungsdialog. Bei allen drei Schwerpunkten gibt es Verknüpfungen mit anderen Akteuren in der Subregion, so z.B. mit Mali, Burkina Faso und Benin.

Mit zwölf NRO-Partnern werden Grundbildungsprojekte umgesetzt, die der ländlichen Bevölkerung den Erwerb von Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten ermöglichen. Durch die vorrangige Anwendung der REFLECT-Methode können dabei andere Themen, die sich an Alltagsproblemen der Zielgruppen orientieren wie Mikroprojekte, Umweltschutz, berufliche Bildung, Gesundheitserziehung und Bürgerkunde, wirkungsvoll mit der Alphabetisierung verknüpft werden. Die Stärkung von Selbsthilfegruppen in ihrer Organisation und die neuen Kenntnisse der Lerner/innen befähigen zur aktiveren Teilnahme an der lokalen Entwicklung. Gerade in der aktuellen politischen Umbruchsituation in Guinea spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Neualphabetisierten und deren aktive Einbindung in dörfliche und kommunale Aktivitäten sowie der damit einhergehenden Weiterentwicklung der literaten Umwelt. Publikationen von erfolgreichen Modellen tragen zur Verbreitung und Vervielfältigung der Strategien bei.

Mit Mitteln der Europäischen Union wird ab 2010 ein Projekt zur Förderung von Erdnussbauern unter Einbeziehung von Komponenten zur Alphabetisierung, Organisationsentwicklung und HIV/AIDS Aufklärung durchgeführt.

Erprobte Ansätze der REFLECT-Methode werden aktuell in einem grenzübergreifenden Pilotprojekt Guinea/Mali weiterentwickelt, indem neue Zielgruppen wie Jugendliche angesprochen und das neue Thema der beruflichen Qualifizierung - Weiterbildung angeschnitten werden.

Die Organisationsentwicklung zivilgesellschaftlicher Strukturen der EB bleibt unser besonderes Anliegen. Neben den bereits seit langem bewährten Instrumenten wie Fortbildungen, Seminare und Fachpublikationen haben neue Formen des nationalen und subregionalen Austausches an Bedeutung gewonnen. Ergänzt wird dieses Instrumentarium des "capacity building" durch Organisationsanalysen und - beratung für NRO. Dies hat sich zum Beispiel in Guinea als sehr effektiv bei der Restrukturierung und Neupositionierung von NRO erwiesen.

Seit ihrer Gründung besteht eine dynamische Partnerschaft mit dem Netzwerk für Alphabetisierung (REGA, 2002) und dem Netzwerk der REFLECT Praktiker Pamoja Guinea (2004). Beide Netzwerke haben die Rolle von Ansprechpartnern und Mittlern zwischen lokalen NRO / Zivilgesellschaft und staatlichen Diensten und internationalen Partnern im Rahmen der non formalen Bildung eingenommen. Beide Netzwerke haben auch an der Erstellung des Länderberichtes für CONFINTEA VI mitgearbeitet.

Mit Mandat der guineischen Zivilgesellschaft hat ein Vertreter des Pamoja Netzwerkes in der Regierungsdelegation an CONFINTEA VI in Belém teilgenommen. Insgesamt ist zu beobachten, dass sich der Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Staat deutlich verbessert hat. Die Netzwerke REGA und PAMOJA werden in ihrer Beratungsfunktion von staatlicher Seite gefordert, diese nehmen ihrerseits aktiv an den Veranstaltungen der Netzwerke teil.

2009 wurde der Prozess der Erarbeitung des nationalen Politikpapiers zur non formalen Bildung und Alphabetisierung technisch und finanziell von dvv international in Zusammenarbeit mit UNESCO / UIL und UNICEF unterstützt. In enger Kooperation mit dem Nationalen Dienst für non formale Bildung, Alphabetisierung und Förderung der lokalen Sprachen (SNENFPLNA) konnte in einem längeren Beratungsprozess mit allen Akteuren (Regierung, lokale NRO und Netzwerke, internationale NRO und Institutionen) die Fertigstellung und Verabschiedung des Dokumentes zum Ende 2009 erreicht werden. Eine Herausforderung jedoch bleibt die schwache finanzielle Ausstattung des Sektors, dessen Budget noch weit unter internationalen Normen liegt.

EU Projekt "Appui à la Filière Arachide de Boke (AFAB)"

Im Januar 2010 konnten EU-Mittel für ein Projekt zur Förderung von Erdnussbauern mit Komponenten zur Alphabetisierung, Organisationsentwicklung und HIV/AIDS Aufklärung eingeworben werden. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Ziel des Projektes ist es, durch Einkommen schaffende Maßnahmen die Lebensbedingungen der Erdnussbauern in der Region Boké zu verbessern. Schwerpunkt ist vor allem der Ausbau der Beziehungen zwischen Produzenten und Zwischenhändlern sowie die Verbesserung von technischen und organisatorischen Möglichkeiten.

 

 

 

Informationen zur Alphabetisierungsstrategie in Guinea hier ...

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