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DVV » Länderprojekte » Europa » Osteuropa » EU-Osterweiterung

EU Osterweiterung

EU-Osterweiterung – Gesellschaften im Wandel

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Ansprechpartner für die Länder der EU-Osterweiterung im dvv international in Bonn:

Dr. Beate Schmidt-Behlau
E-mail: schmidt-behlau@dvv-international.de

Unser Projektbüro in Polen (zuständig für die Region):

Projektleiterin: Prof. Dr. Ewa Przybylska
Anschrift: ul. J.S. Bacha 10
02-743 Warszawa
Tel.: 0048-22-85 34 283
Tel./Fax: 0048-22-85 34 236
e-mail: biuro@dvv-international.pl; przybylska@dvv-international.pl

Seit 1989 arbeiten wir in Mittel- und Osteuropa mit unseren Partnern in zahlreichen Bildungsprojekten zusammen. Im Vordergrund stehen folgende Themen:

  • Stärkung von Demokratie und politischer Teilhabe
  • kulturelle und ethnische Einheit und Vielfalt
  • nationale Identität und europäische Orientierung
  • soziale Marktwirtschaft und Stabilität

Polen, Ungarn, die Tschechische und die Slowakische Republik, Slowenien, die baltischen Staaten, Rumänien und Bulgarien sind mittlerweile der Europäischen Union beigetreten. Bis es dazu kommen konnte, hatten diese Länder eine Reihe von Anpassungen an bestehende EU-Normen und Vorhaben vorzunehmen. Auch im Bereich der Erwachsenenbildung erfordert es große Anstrengungen, in den neuen EU-Mitgliedsländern den gleichen praktischen und legislativ gesicherten Standard zu erreichen, der in den westlichen EU-Mitgliedsländern gilt. Zudem muss das Potential der Weiterbildung voll ausgeschöpft werden, um die Prozesse der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transition nachhaltig zu sichern.

Daher stehen in der Erwachsenenbildung Themen wie Aus- und Fortbildung in neuen Medien, Fremdsprachen, gleichberechtigte Zugangschancen, Fragen der Bildungspolitik und Gesetzgebung im Mittelpunkt der Kooperation mit örtlichen Initiativen und Netzwerken.

Eine zentrale Aufgabe der Erwachsenenbildung war – und bleibt auch noch für beträchtliche Zeit - die Aufklärung der Bevölkerung über die Strukturen der Europäischen Union und über die Folgen des Beitritts. Irrationale Ängste und übersteigerte Erwartungen müssen abgebaut und eine realistische Diskussion ermöglicht werden. Probleme treten durch unzureichende Strukturen auf. Noch wird die Erwachsenenbildung in einigen Ländern kaum als staatliche Aufgabe wahrgenommen, in ländlichen Regionen findet sie meist nur in völlig unzureichenden Ansätzen statt. Andererseits ist bei der Bevölkerung jedoch eine große Bereitschaft zur Weiterbildung vorhanden.

Mit dem Beitritt zur Europäischen Union haben sich diese Länder verpflichtet, die Versorgung ihrer Bevölkerung mit den grundlegenden sozialen Leistungen, zu denen vor allem auch die Bildungsangebote gehören, aus eigener Kraft zu garantieren. Das bedeutet auch, dass das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nicht mehr bereit ist, den Aufbau von Strukturen der Weiterbildung in den neuen Mitgliedsländern mit Bundesmitteln zu fördern. Die Unterstützung unserer Partner hier läuft daher nach einer Übergangsphase aus, die noch bis ins Jahr 2009 reicht.

Es ist von strategischer Bedeutung, dass in dieser Zeit die staatliche Verantwortung für die Weiterbildung stärker als bisher gesichert wird. Daran muss mit bildungspolitischen Initiativen in den einzelnen Ländern, aber auch in der Region insgesamt gearbeitet werden. Hier liegt die Bedeutung des Engagements von dvv international für die europäische Verbandsarbeit in der Erwachsenenbildung, in die die Partner immer besser integriert werden. Sie müssen etwa die nationalen Bildungsberichte in Vorbereitung der nächsten Weltkonferenz der Erwachsenenbildung mitgestalten und zumindest ihre angemessene und realistische Erarbeitung überwachen.

Gleichzeitig ist es in allen Partnerländern wichtig, die national verfügbaren Instrumente der Europäischen Union zur Förderung von Weiterbildungsinitiativen, die etwa von den Struktur- und Sozialfonds gegeben werden, zu nutzen und damit die Möglichkeiten zu komplettieren, die von den nationalen Budgets geboten werden.

Schließlich liegt sehr viel daran, die grenzüberschreitende Vernetzung der Partner im Rahmen europäischer Projektarbeit stetig auszubauen und dafür auch neue Arbeitsfelder zu erschließen. Beispielhaft sei die Erarbeitung einheitlicher und international kompatibler Studiengänge für die Weiterbildung oder die systematische Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der sicheren Anwendung von Unterrichtsmethoden und Moderationstechniken genannt, die die Teilnehmenden in den Mittelpunkt ihrer Lernprozesse stellen.

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