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DVV » Länderprojekte » Europa » Osteuropa » Südosteuropa » Montenegro » Unsere Projekte

Montenegro - unsere Projekte

Ansprechpartnerin im dvv international in Bonn:

Dr. Beate Schmidt-Behlau
E-mail: schmidt-behlau@dvv-international.de

Montenegro ist mit 650 000 Einwohnern das kleinste Land in Südosteuropa. Nach einem Referendum im Jahr 2006 hat es sich aus dem Staatenbund mit Serbien gelöst und für unabhängig erklärt.

dvv international arbeitet bereits seit 2004 mit dem staatlichen Zentrum für Berufliche Bildung (CSO, Centar za stručno obrazovanje), das in Montenegro für die Steuerung des beruflichen Bildungswesens zuständig ist, sowie mit der Arbeitsagentur zusammen. Schwerpunkt der Aktivitäten sind die Qualifizierung von Arbeitslosen sowie die Organisation von jährlichen stattfindenden landesweiten „Wochen des Lebenslangen Lernen" und Lernfesten. Als weiterer Partner kamen 2007 die Nichtregierungsorganisationen „Europäische Bewegung Montenegro" und „Roma Scholarship Foundation/Institute for Social Inclusion" hinzu.

Mit der Vertragsunterzeichnung in Podgorica (Montenegro) begann am 6. Februar 2007 das Projekt „Eine zweite Chance - Integration durch Alphabetisierung und Berufsausbildung". Das Vorhaben wird von dvv international in Zusammenarbeit mit der montenegrinischen „Roma Scholarship Foundation" (FSR, Federacija za stipendiranje Roma) durchgeführt und mit einem Zuschuss von der EU gefördert. Das Projekt „Zweite Chance" hat zum Ziel, jungen Erwachsenen, die nicht schreiben und lesen können (funktionelle Analphabeten), zunächst so viel an Grundbildung zu vermitteln, dass ihnen eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe möglich wird. In einem zweiten Schritt erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Berufsausbildung auf einfachem Niveau. Das erleichtert ihnen den Eintritt in den Arbeitsmarkt, verbessert ihren Lebensstandard und sorgt dafür, dass sie ihren eigenen Kindern ein besseres Umfeld für regelmäßigen Schulbesuch bieten können. Die Kurse werden in den Städten Podgorica, Nikšic und Berane organisiert.

Die Partnerorganisation FSR bringt ihre mehrjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Bildungsarbeit mit Roma in Montenegro ein. FSR verfügt außerdem über ein Netz von Kontakten zu verwandten zivilgesellschaftlichen Strukturen, zu Schulen und Berufsbildungsanbietern sowie zur Roma-Bevölkerung. Diese wird derzeit auf ca. 20 000 Personen geschätzt, von denen bis zu 70 Prozent als funktionelle Analphabeten gelten. Das Projekt „Zweite Chance" wendet sich aber nicht an ethnisch definierte Gruppen, sondern ist offen für jegliche Teilnehmerinnen und Teilnehmern in ähnlicher Lage am Rand des formalen Bildungssystems und des Arbeitsmarkts.

Partner in diesem Projekt sind auch das staatliche Zentrum für Berufliche Bildung und die montenegrinische Beschäftigungsagentur, die das Projekt mit ihrer Arbeitsmarkt-Expertise unterstützt und über ein staatliches Beschäftigungsprogramm die Finanzierung von Assistenzlehrerinnen und -lehrern übernimmt.

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