Januar 2019

Bildungsarbeit mit Geflüchteten in Deutschland – Abschlussveranstaltung des Projekts „Curriculum interculturALE“

In Workshops diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Ansätze in der Bildungsarbeit mit Geflüchteten

Im Rahmen des Projekts „Curriculum interculturALE“ hat DVV International seit April 2017 eine interkulturell-didaktische Fortbildung entwickelt. Sie basiert auf den internationalen Erfahrungen des Instituts und wendet sich an Lehrkräfte in Deutschland, die an Volkshochschulen Kurse für Geflüchtete leiten. Die Abschlussveranstaltung am 19. und 20. Januar 2019 bot nun Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und die Ergebnisse des Projekts zu diskutieren.

Im Rahmen des Projekts „Curriculum interculturALE“ hat DVV International seit April 2017 eine interkulturell-didaktische Fortbildung entwickelt. Sie basiert auf den internationalen Erfahrungen des Instituts und wendet sich an Lehrkräfte in Deutschland, die an Volkshochschulen Kurse für Geflüchtete leiten. Die Abschlussveranstaltung am 19. und 20. Januar 2019 bot nun Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und die Ergebnisse des Projekts zu diskutieren.

Mehr als 60 Teilnehmende aus dem In- und Ausland reisten zur Abschlussveranstaltung nach Bonn – von den internationalen Expertinnen und Experten, die das Fortbildungskonzept entwickelt haben bis hin zu den Lehrkräften aus acht verschiedenen vhs-Landesverbänden, die an einer der im letzten Jahr durchgeführten interkulturell-didaktischen Fortbildungen teilgenommen haben.

Was sind Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten? Wie kann man ihnen begegnen? Und warum brauchen wir Ansätze wie partizipative Bildung, Active Citizenship und Diversität, um Geflüchteten auf Augenhöhe zu begegnen? Zu diesen und weiteren Fragen tauschten sich die Gäste am ersten Tag in verschiedenen Workshops aus. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Workshop zum Thema „Was Lehrkräfte von Kolleginnen und Kollegen in Krisengebieten lernen können“. Lisa Küchenhoff vom International Rescue Committee (IRC) stellte das Fortbildungskonzept „Healing Classrooms“ vor und diskutierte mit den Teilnehmenden, wie man eine sichere und wertschätzende Lernumgebung für Geflüchtete schaffen kann.

Am zweiten Tag bot ein World-Café Gelegenheit, verschiedene Aspekte von Integration zu beleuchten. In wechselnden Kleingruppen wurde unter anderem diskutiert, was Integration für jede Einzelne und jeden Einzelnen bedeutet, welche Rolle der Sprachvermittlung im Integrationsprozess zukommt und wie ein integratives Kursgeschehen gelingen kann.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch die Ausstellung „11 Blickwinkel – Neuanfang in Erfurt“, in der Geflüchtete die Eindrücke ihres Ankommens in Deutschland fotografisch dokumentiert haben.

Das Fortbildungskonzept „Curriculum interculturALE“ wurde von DVV International in Zusammenarbeit mit Partnern seiner Büros im Nahen Osten und einem internationalen Team von Expertinnen und Experten entwickelt und als Pilotprojekt getestet. Es fußt auf dem Ansatz, Wissen und Methoden aus der Arbeit mit Geflüchteten in Entwicklungsländern aufzugreifen und diese dazu zu nutzen, Herausforderungen in der Integrationsarbeit in Deutschland zu meistern.

Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Projektes „Einstieg Deutsch“, das der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) durchführt.

Mehr Informationen zum Projekt sowie alle Materialien finden sich unter www.dvv-international.de/materialien/curriculum-interculturale/

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