Einblicke in das slowenische Erwachsenenbildungssystem

Die Teilnehmenden der Studienreise bei ihrem Besuch in Ljubljana.

Auf Einladung des DVV International-Landesbüros Bosnien-Herzegowina und des Slowenischen Zentrums für Erwachsenenbildung (ACS) reisten vom 14. bis zum 19. September 2015 Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Bildungsministerien sowie der Partnereinrichtungen von DVV International in Bosnien-Herzegowina zu einer Studienreise nach Slowenien. Unter den Delegierten waren auch drei kantonale Bildungsminister: Elvir Kazazovic (Kanton Sarajevo), Izet Jagodic (Kanton Tuzla) und Damir Žuga (Kanton Bosna-Podrinje).

Während der Auftaktveranstaltung erläuterte Andrej Sotosek, Direktor des ACS, den Besuchern die Grundlagen des slowenischen Bildungssystems. Erwachsenenbildung ist als vierte Säule im slowenischen Bildungssystem verankert, sie wird durch ein Erwachsenenbildungsgesetz aus dem Jahr 1996 geregelt.  

Die Teilnehmenden trafen während ihrer Reise Vertreterinnen und Vertreter des slowenischen Bildungsministeriums, des Arbeitsministeriums und verschiedener Erwachsenenbildungsanbieter und besuchten unter anderem die Berufsschule und eine Privatschule in Ljubljana sowie die Arbeiteruniversität in Crnomelj. Dabei lernten sie die Organisation und das Zusammenspiel der verschiedenen Institutionen im slowenischen Erwachsenenbildungssystem kennen und erhielten einen Einblick in die Struktur, Funktionsweise und Finanzierung von Erwachsenenbildungs-einrichtungen vor Ort. Sie tauschten sich mit den slowenischen Kolleginnen und Kollegen unter anderem über die gesetzlichen Regelungen und Qualitätsstandards, den Nationalen Qualifizierungsrahmen (NQF), sowie die Rolle der Erwachsenenbildung in der Regionalentwicklung aus. Die Zusammenarbeit und die starke Vernetzung zwischen den verschiedenen slowenischen Akteuren (Ministerien, Gewerkschaften, Kammern, Kommunen, Schulen, Erwachsenenbildungs-einrichtungen, Privatanbieter, etc…) verdeutlichten der bosnischen Delegation die wichtige Rolle, die Erwachsenenbildung in der Regionalentwicklung spielen kann und wie diese in der Praxis funktioniert.

Bei der Studienreise wurden wichtige Kontakte geknüpft und Ideen für die weitere Zusammenarbeit entwickelt. So ist künftig eine verstärkte Kooperation zwischen den Partnereinrichtungen von DVV International in Bosnien-Herzegowina und den Partnern aus Slowenien im Rahmen gemeinsamer Projekte zum Beispiel im Bereich der regionalen Vernetzung, der Regionalentwicklung, der Professionalisierung und dem Austausch von Experten geplant.

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