Oktober 2018

Erste politische Richtlinie für Erwachsenenbildung in Malawi soll Anfang 2019 verabschiedet werden

Teilnehmende am öffentlichen Konsultationsworkshop bringen während des Workshops ihre Beiträge zur Politikvorlage ein

Malawi hat bereits 1985 Alphabetisierungsprogramme für Erwachsene eingeführt. Gut drei Jahrzehnte später fehlt jedoch noch immer eine begleitende politische Leitlinie. Doch das wird sich bald ändern. Mit Unterstützung von DVV International hat Malawi entscheidende Weichen gestellt, um seine erste politische Richtlinie für Alphabetisierung und Lebenslanges Lernen („Adult Literacy and Lifelong Learning Policy“) zu verabschieden.

Malawi hat bereits 1985 Alphabetisierungsprogramme für Erwachsene eingeführt. Gut drei Jahrzehnte später fehlt jedoch noch immer eine begleitende politische Leitlinie. Doch das wird sich bald ändern. Mit Unterstützung von DVV International hat Malawi entscheidende Weichen gestellt, um seine erste politische Richtlinie für Alphabetisierung und Lebenslanges Lernen  („Adult Literacy and Lifelong Learning Policy“) zu verabschieden.

Seit Dezember 2017 begleitet DVV International die Überarbeitung und Weiterentwicklung der Richtlinie im Bereich Erwachsenenbildung, die seit 15 Jahren im Entwurf vorliegt. Dabei kann das Institut auf seine über 45-jährige weltweite Erfahrung zurückgreifen.

Im Zuge dieses Prozesses unterstützte DVV International die malawische Regierung auch bei der Durchführung eines öffentlichen Konsultationsworkshops, der am 25. Oktober 2018 stattfand. Dabei tauschten sich verschiedene Ministerien und Organisationen der Zivilgesellschaft aus, um den Prozess mitzugestalten.

Clotilda Sawasawa, Direktorin für kommunale Dienste im Ministerium für politische Bildung, Kultur und Gemeindeentwicklung (Ministry of Civic Education, Culture and Community Development), erklärte zur Eröffnung des Workshops, dass ihr Ministerium bisher aufgrund von Ressourcenengpässen sowie Änderungen in den politischen Verfahren nicht in der Lage gewesen sei, die im Entwurf vorliegende Richtlinie abzuschließen.

Sie dankte DVV International für die Mitwirkung und wies darauf hin, dass die Richtlinie nach ihrer Verabschiedung dazu beitragen werde, Ressourcen zu mobilisieren und Kapazitäten in diesem Sektor zu stärken. "Die Leitlinie wird es ermöglichen, die Personalentwicklung systematischer zu gestalten und Steuerungs- und Monitoringsysteme zu verbessern, da sie klare Standards definieren wird", so die Direktorin.

David Harrington, DVV International-Regionalleiter für das Südliche Afrika, betonte, dass die Beteiligung verschiedener Akteure im politischen Prozess der Schlüssel zum Erfolg sei. "Dieser Prozess der Politikgestaltung, an dem wir uns hier und heute beteiligen, ist ein wesentlicher Schritt, um sicherzustellen, dass Malawi künftig über ein finanziell gut ausgestattetes, robustes und effizientes System der Erwachsenenbildung verfügen wird.“

"Eine politische Leitlinie ist nicht nur ein Dokument, das von einem Regierungsministerium herausgegeben wird. Es ist ein lebendiges Dokument für alle Bürger. Es beeinflusst das Leben aller Menschen im Land. Daher ist es wichtig, dass die Ausarbeitung in einem Konsultationsprozess stattfindet, an dem so viele nationale Akteure wie möglich beteiligt sind", fügte er hinzu.

Die Teilnehmenden des öffentlichen Konsultationsworkshops riefen die Regierung dazu auf, die Unterstützung durch DVV International bestmöglich zu nutzen und sicherzustellen, dass die Fertigstellung und Verabschiedung der Richtlinie zügig umgesetzt wird. Sie forderten die Regierung darüber hinaus auf, die Richtlinie inklusiv zu gestalten und Strategien zu entwickeln, um Ressourcen zu mobilisieren und die Sichtbarkeit von Erwachsenenbildung zu erhöhen. So soll verhindert werden, dass der Umsetzungsprozess zum Stillstand kommt.

Im Anschluss an den öffentlichen Konsultationsprozess wird das Ministerium für politische Bildung, Kultur und Gemeindeentwicklung eine Sitzung zur abschließenden Überprüfung der Richtlinie durchführen. Bei dieser Gelegenheit können die wichtigsten Staatssekretäre des Ministeriums letzte Beiträge beisteuern, bevor sie dem Kabinett zur Genehmigung vorgelegt wird. Anfang 2019 soll die Richtlinie verabschiedet werden.

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