November 2016

Erwachsenenbildung stärken, nachhaltige Entwicklung fördern – Policy Forum in Bangkok

Teilnehmende des Policy Forums in Bangkok ©: ASPBAE

Über 100 Teilnehmende diskutierten auf dem "Policy Forum on Youth & Adult Learning and Education in SDG4” am 24. und 25. November in Bangkok, wie im Rahmen der Agenda 2030 der Stellenwert der Erwachsenenbildung gestärkt werden kann.

Über 100 Teilnehmende diskutierten auf dem "Policy Forum on Youth & Adult Learning and Education in SDG4” am 24. und 25. November in Bangkok, wie im Rahmen der Agenda 2030 der Stellenwert der Erwachsenenbildung gestärkt werden kann.

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die neue globale Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Sie umfasst 17 nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs). Unter dem Stichwort „Lebenslanges Lernen“ wird die Bedeutung von Erwachsenenbildung und non-formaler Bildung explizit anerkannt. So lautet Ziel 4 der Agenda: „Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.“

Für die globale Erwachsenenbildungsgemeinschaft stellt sich die Frage, wie sich die Agenda 2030 wirkungsvoll nutzen lässt, um für mehr Anerkennung und eine bessere Finanzierung der Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen zu sorgen.

Diese Frage stand im Mittelpunkt des "Policy Forum on Youth & Adult Learning and Education in SDG4”, das am 24. und 25. November in Bangkok stattfand und von ASPBAE, ICAE, der UNESCO und DVV International organisiert wurde. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, der UNESCO, Bildungsallianzen und zivilen Organisationen nahmen teil. Sie tauschten sich über bestehende Strategien und „Best Practice“-Ansätze aus und diskutierten gemeinsam, wie sich die vereinbarten Ziele und Indikatoren für die Jugend- und Erwachsenenbildung wirkungsvoll in die Praxis umsetzen lassen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Bildungsziel vorgestellt und diskutiert. Die Teilnehmenden identifizierten Indikatoren, politische Rahmenbedingungen und Ressourcen, die für die Erreichung der Ziele in der Jugend- und Erwachsenenbildung benötigt werden. Eine Analyse der aktuellen Situation zeigte auf, dass Regierungen und wichtige Geldgeber sich weiterhin zum ganz überwiegenden Teil auf das formelle Bildungssystem und insbesondere die Grundschulbildung konzentrieren. So geben die meisten Regierungen noch immer nur etwa 1 % oder weniger ihres Bildungsbudgets für non-formale Bildung aus.

Um diesen Zustand zu verändern, muss der Nutzen der Erwachsenenbildung künftig noch klarer nachgewiesen und herausgestellt werden. Ein wichtiges Instrument dafür ist der Global Report on Adult Learning and Education (GRALE), der vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen (UIL)  herausgegeben wird und der die positiven Auswirkungen der Erwachsenenbildung auf Gesundheit, Erwerbstätigkeit sowie soziales Miteinander und Leben in der Gemeinschaft darstellt. Die offizielle Vorstellung des aktuellen, dritten Berichts fand im Rahmen des Forums statt.
 
Darüber hinaus wurden eine Reihe von positiven Beispielen zur Förderung der non-formalen Bildung im asiatisch-pazifischen Raum präsentiert und es wurden innovative Finanzierungsformen gezeigt, bei denen insbesondere auf die lokale Zusammenarbeit mit Unternehmen, Universitäten und der Zivilgesellschaft gesetzt wird.

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