Oktober 2018

Afrikanische Länder stellen Fahrpläne für den Aufbau von Erwachsenenbildungssystemen vor

Von links nach rechts: Jürgen Borsch (Deutscher Botschafter, Malawi), Frauke Heinze (DVV International, Bonn), David Harrington (Regionalleiter Südliches Afrika, DVV International), Grace Chiumia (Ministerin für Politische Bildung, Kultur und Gemeindeentwicklung, Malawi) bei der Eröffnung der Konferenz

Um afrikanische Erwachsenenbildungssysteme zu stärken, veranstaltete DVV International in Malawi die internationale Konferenz "Aufbau von Erwachsenenbildungssystemen in afrikanischen Kontexten".

Um afrikanische Erwachsenenbildungssysteme zu stärken, veranstaltete DVV International vom 24. bis zum 26. September eine internationale Konferenz in Malawi, bei der Teilnehmende aus Malawi, Tansania, Mali, Uganda, Äthiopien, Mosambik, Südafrika und Deutschland zusammenkamen.

Zum Abschluss der dreitägigen Konferenz mit dem Titel "Aufbau von Erwachsenenbildungssystemen in afrikanischen Kontexten" stellten die Teilnehmenden Konzepte für den Aufbau solider Erwachsenenbildungssysteme in ihren jeweiligen Ländern vor. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bot die Konferenz eine der seltenen Gelegenheiten zum gemeinsamen Lernen von unterschiedlichen Ländern.

Die Konferenz, auf der Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenkamen, baute auf dem von DVV International in Ostafrika entwickelten Ansatz zum Aufbau von Erwachsenenbildungssystemen („system building“) auf. Der Ansatz identifiziert und stärkt Schlüsselelemente, die zur Entwicklung eines nachhaltigen und stabilen Erwachsenenbildungssystems notwendig sind.

Der deutsche Botschafter in Malawi, Jürgen Borsch, betonte bei der Eröffnung der Konferenz, dass die Ergebnisse dazu beitragen werden, kritische Herausforderungen für die Alphabetisierung Erwachsener in Afrika anzugehen. "Die Alphabetisierung von Erwachsenen ist nach wie vor der am wenigsten finanzierte Teilsektor im afrikanischen Bildungssystem. Erwachsenenbildung hat eine besondere Bedeutung für afrikanische Länder wie Malawi, in denen der Zugang zu Grundbildung aus einer Reihe von Gründen eingeschränkt, manchmal unterbrochen oder abgeschnitten ist. Die Erwachsenenbildung erhält daher in solchen Kontexten, in denen die anfänglichen Lernmöglichkeiten begrenzt sind, eine noch größere Bedeutung", sagte er.

Die malawische Ministerin für politische Bildung, Kultur und Gemeindeentwicklung, Grace Chiumia, hob positiv hervor, dass DVV International durch die Konferenz die Möglichkeit eröffne, gemeinsame Herausforderungen wie beispielsweise die geringe Beteiligung von Männern an Erwachsenenbildung anzugehen.

Die Teilnehmenden aus Uganda und Äthiopien, wo der Ansatz bereits erprobt wird, teilten ihre Erfahrungen mit den Anwesenden und unterstrichen die Bedeutung von integrierten Ansätzen. "Entscheidend für den Erfolg ist ein integrierter Ansatz, der die verschiedenen Sektoren wie Landwirtschaft, Gesundheit, Genossenschaften usw. auf eine ganzheitliche Weise zusammenbringt. Gemeinsam können Programme entwickelt werden, die die Bedürfnisse von Erwachsenen und Jugendlichen in Bezug auf Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz sowie ihre Lebensgrundlagen und Lebenskompetenzen berücksichtigen“, sagte ein Teilnehmer aus Uganda.

Ostafrikanische Teilnehmende stellten Instrumente für die Umsetzung vor, die von den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern modifiziert und angepasst wurden. Sie sollen ihnen helfen, den Zustand und die Wirksamkeit ihrer jeweiligen Erwachsenenbildungssysteme bewerten zu können.

Die Teilnehmenden bewerteten die Konferenz als einen Meilenstein zur Stärkung der Alphabetisierung von Erwachsenen. "Dies ist eine sehr schöne Konferenz, da wir gute Praktiken und Erfahrungen aus anderen Ländern kennen gelernt haben. Ich schätze es, hier zu sein. Das ist gut und relevant für mein Land. Ich hoffe und bete, dass wir den vereinbarten nächsten Schritten folgen können.", so ein Teilnehmer.

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