Neue Bildungsstrategie des BMZ - Stärkung der non-formalen Bildung

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat im Juli seine neue Bildungsstrategie "Gerechte Chancen auf hochwertige Bildung schaffen" veröffentlicht.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat im Juli seine neue Bildungsstrategie Gerechte Chancen auf hochwertige Bildung schaffen veröffentlicht. DVV International hat im Rahmen des Bildungsdialogs an der Erarbeitung der Strategie mitgewirkt und sich für eine Stärkung der Rolle der non-formalen Bildung eingesetzt.

Die neue Strategie bedeutet keine Abkehr von bisherigen Zielen und Kernthemen – viele Themen sind nach wie vor von höchster Relevanz. Das überarbeitete Papier setzt jedoch Akzente, indem es neue Themen und Herausforderungen aufgreift, bleibende Themen aus aktueller Perspektive diskutiert und Bezug auf die aktuelle Debatte um Bildung in einer neuen globalen Entwicklungsagenda Post-2015 nimmt.

Auch wenn der Schwerpunkt des Engagements weiterhin explizit auf den drei bekannten Säulen Grundbildung, berufliche Bildung und Hochschulbildung liegt, wird im Strategiepapier die Rolle der non-formalen Bildung erstmals explizit und konkret beschrieben, als von „übergreifender Bedeutung für die verschiedenen Bildungsbereiche sowie für Querschnittsthemen wie Geschlechtergerechtigkeit“. Non formale Bildung ist demnach besonders geeignet, um:
•    flexibel auf die Bedürfnisse wichtiger Zielgruppen einzugehen;
•    Defizite des formalen Systems zu kompensieren;
•    Gesellschaftliche Teilhabe und Mitsprache für benachteiligte Gruppen zu ermöglichen und
•    in Krisensituationen den Menschen mit berufsbildenden Angeboten und Maßnahmen zur Konfliktbewältigung zu helfen.

Die Arbeit von DVV International wird mehrfach durch Beispiele aus der praktischen Arbeit gewürdigt, das Institut wird als zentraler Partner des BMZ für non-formale Jugend- und Erwachsenenbildung genannt.

Bildung bleibt herausragender Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Bundesminister Müller hat angekündigt, mindestens 400 Mio. Euro jährlich für Bildungsmaßnahmen in den Partnerländern einzusetzen. Der regionale Fokus der Strategie liegt auf Afrika, als der nach wie vor am stärksten von Armut und Konflikten geprägten Region, sowie auf der MENA-Region (Middle East & North Africa), für die insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit eine enorme Herausforderung darstellt.

Die Bildungsstrategie des BMZ findet sich unter folgendem Link: http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/themen/bildung/Strategiepapier315_1_2012.pdf

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