April 2016

Georgisch-deutscher Kulturpreis 2016 geht an Nino Haratischwili

Nino Haratischwili (© Danny Merz/Sollsuchstelle)

Die Georgierin schreibt sich in deutscher Sprache in die Herzen ihres Publikums. DVV International und das Goethe-Institut zeichnen sie für ihre Verdienste um die Kulturbeziehungen zwischen den beiden Ländern aus.

Die Georgierin schreibt sich in deutscher Sprache in die Herzen ihres Publikums. DVV International und das Goethe-Institut zeichnen sie für ihre Verdienste um die Kulturbeziehungen zwischen den beiden Ländern aus.

Zum vierten Mal verleihen das Goethe-Institut und der DVV International 2016 den nach dem deutsch-georgischen Schriftsteller Giwi Margwelaschwili benannten Preis für Verdienste um die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und Georgien - diesmal an die Schriftstellerin Nino Haratischwili. Ihr ist es - vor allem mit ihrem von Kritik und Publikum gefeierten Bestseller „Das achte Leben (Für Brilka)“ - gelungen, Georgien und die georgische Geschichte auf die innere Landkarte zehntausender Leser in Deutschland zu setzen. 

Die Preisverleihung findet am 8. Mai 2016 um 17.00 Uhr im Micheil Tumanischwili-Theater in Tbilissi (Agmaschenebeli Prosp. 164) statt, verbunden mit einer deutsch-georgischen Uraufführung des Theaterstücks „Zorn“ von Nino Haratischwili durch das Tumanischwili-Theater und das Freiburger Theater. Die Laudatio hält der georgische Theaterautor Davit Gabunia.

Die Autorin setzt sich auf allen Ebenen für die deutsch-georgischen Kulturbeziehungen ein

Nino Haratischwili schrieb schon als Schülerin Stücke und inszenierte sie mit einer deutsch-georgischen Jugendtheatergruppe. Nach einem Regiestudium in Tbilissi ging sie 2003 nach Deutschland, setzte ihre Studien an der Theaterakademie Hamburg fort und machte sich schnell als Regisseurin und Autorin einen Namen. Unter anderem wurde sie ausgezeichnet mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, dem Debütpreis des Buddenbrookhauses Lübeck, dem Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage. 2015 erhielt sie den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft sowie den prominenten Anna Seghers-Preis.

Neben ihrer Tätigkeit als Theaterautorin und Regisseurin in Deutschland engagiert sich Nino Haratischwili in vielfältiger Weise für die deutsch-georgischen Kulturbeziehungen - indem sie zum Beispiel die Vorbereitungen des georgischen Kulturministeriums für den Auftritt des Landes als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018 unterstützt und an den Planungen der Außenministerien beider Länder für ein Deutsch-Georgisches Jahr 2017 teilnimmt. Sie reist regelmäßig zu Lesungen, Diskussionen, Gastregien und Ko-Produktionen nach Georgien, ist publizistisch in beiden Ländern tätig und eine zunehmend prominente Figur der Vermittlung und Verständigung zwischen den Kulturen Georgiens und Deutschlands.

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