Ostafrika

In den Ländern Ostafrikas sind Entwicklung und Stand der Erwachsenenbildung sehr unterschiedlich: Einerseits gibt es Länder mit gut etablierten Erwachsenenbildungssystemen, andererseits Länder, die von Konflikten und Bürgerkrieg sowie hohen Analphabetenraten und Armut gekennzeichnet sind.

Untersuchungen dazu zeigen, dass in einigen Staaten Politiken, Richtlinien und Strukturen der Erwachsenenbildung eingeführt wurden, die aber ihre Ziele zum Teil nicht erfüllen konnten. Sie erreichten nicht die gewünschte Anzahl von Lernenden, sodass das Armutsniveau weiterhin hoch bleibt. Die meisten dieser Länder kombinieren Alphabetisierung mit existenzfördernden Initiativen und non-formalen beruflichen Bildungsangeboten. Die Länder hingegen, die von langen Kriegen und Konflikten geprägt sind, stehen noch am Anfang dieser Entwicklung und brauchen Unterstützung, um zunächst einmal die Bedeutung von Erwachsenenbildung sowohl bei der Bevölkerung als auch in der Politik zu verankern.

Seit 2002 fungiert das Büro von DVV International in Äthiopien als Regionalbüro für Ostafrika und führte 2005 ein Regionalprogramm ein. Die Region Ostafrika umfasst die Länderbüros in Äthiopien und Uganda.

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich das Regionalbüro mit verschiedenen regionalen Initiativen wie Konferenzen, Austauschbesuchen, Seminaren und Trainingsworkshops auch in anderen Ländern engagiert. Dazu zählen Kenia, Tansania, Rwanda, Djibouti und der Südsudan. Fachkräfte aus Uganda und Äthiopien unterstützen sich gegenseitig bei Analysen und Basisstudien, beim Training und bei der Durchführung von Evaluierungen.