Laos

  • DVV International Laos - Staff
    Das Team von DVV International Laos

    Das Team von lokalen Mitarbeitenden von DVV International in Laos

  • Kochkurs in einem Berufsbildungszentrum  in der Provinz Xayabury

  • Erföffnungsfeier eines Community Learning Centres in Phalienai Village, Provinz Savannakhet

  • Das Nationalsymbol von Laos: die buddhistische Stupa That Luang in Vieniane

Das Regional- und Länderbüro von DVV International in Laos wurde 2009 eingerichtet. Nach der Zerstörung des Landes im Zuge des Bürgerkriegs von 1953–1975 und des Vietnamkriegs, gefolgt von über einem Jahrzehnt politischer Isolierung, erlebt die Volksrepublik Laos nun eine Phase des Friedens, Aufschwungs und regionaler Integration. Die laotische Wirtschaft wuchs in den vergangenen 20 Jahren im Durchschnitt um rund sieben Prozent. Doch noch immer gehört Laos zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Region und weite Teile der Bevölkerung Laos', die überwiegend auf dem Land ansässig ist, sind von den Errungenschaften des Fortschritts abgeschnitten. Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) ist fast die Hälfte der rund sieben Millionen Einwohnerinnen und Einwohner von Armut betroffen; etwa 28 Prozent leben in extremer Armut. Die Regierung konzentriert ihre Bemühungen im Bereich Bildung auf den Primarschulbereich. Die berufliche Bildung, das Hochschulwesen und vor allem die non-formale Bildung sind deutlich schwächer entwickelt. 

Arbeitsschwerpunkte 

Alphabetisierung: DVV International unterstützt Alphabetisierungskurse in 22 Dörfern in der Provinz Savannaketh. Diese bauen auf Elementen des von Paulo Freire inspirierten REFLECT-Ansatzes (Regenerated Freirian Literacy through Empowering Community Techniques) auf und setzen auf partizipatives Lernen.  

Bildungszentren: Im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Alphabetisierung werden in 24 Dörfern in Savannaketh Bildungszentren aufgebaut (Community Learning and Development Center – CLDC). Diese sollen in Zukunft auch einkommensschaffende Fertigkeiten und relevante Schlüsselfähigkeiten vermitteln.

Berufliche Bildung: Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert das Institut non-formale Berufsbildungsmaßnahmen. Dabei liegt der Fokus auf rund zehn sogenannten integrierten Berufsbildungszentren (IVET-Zentren), deren  Personal weiter qualifiziert wird.

Politischer Dialog: DVV International unterstützt die Verbreitung des Konzepts des Lebenslangen Lernens im Politikdialog durch Konsultationen und Konferenzen, vor allem mit der Abteilung für non-formale Bildung des Bildungsministeriums unter Einbeziehung der regionalen Partner. Das Institut organisiert regelmäßig Austauschveranstaltungen mit staatlichen sowie nichtstaatlichen, nationalen und internationalen Institutionen und Organisationen.

Partner 

Ein wichtiger Partner von DVV International ist die Abteilung für non-formale Bildung im Bildungsministerium sowie das ihr unterstellte Non-formal Education Development Center, das für die Ausarbeitung von Curricula und für die Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien zuständig ist. Von weiterer Bedeutung ist die Kooperation mit der Berufsbildungsabteilung des Ministeriums. In Kooperation mit der GIZ arbeitet DVV International mit Zentren für Integrierte berufliche Bildung zusammen. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe wird ein Projekt im Bereich Grundbildung in der Provinz Savannaketh umgesetzt.

DVV International ist Mitglied der Education Sector Working Group, in der das Bildungsministerium und alle wichtigen nationalen und internationalen Geber über Bildungsprojekte beraten.