Guatemala

  • Zeugnisübergabe zum Abschluss eines Kurses in Solidarischer Ökonomie

  • Mitglieder der Frauenkooperative SERJUS, einem Partner von DVV International

  • Übergabe von Schafen an Familien in Tejutla durch die Partnerorganisation UAM

DVV International begann 1995 seine Arbeit in Guatemala mit mehreren Partnerorganisationen, die sich mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansätzen für die Belange der in der Geschichte stets marginalisierten und verdrängten Maya-Völker engagieren. Während die Kooperationen viele Jahre lang von Mexiko aus gesteuert wurden, konnte mit der Einstellung eines nationalen Koordinators seit 2013 die Zusammenarbeit mit guten Ergebnissen intensiviert werden.

Die Zusammenarbeit mit den sechs Partnern konzentriert sich auf die Verbesserung der Grundnahrungsmittelversorgung und der Lebensbedingungen durch die Bildung von Selbstverwaltungsgruppen auf lokaler Ebene. Wichtige Ziele sind Lebensmittelsouveränität und Implementierung einer nachhaltigen solidarischen Ökonomie durch Methoden der Erwachsenenbildung.

Arbeitsschwerpunkte

Die Palette der Arbeitsfelder reicht von Alphabetisierungskonzepten in Maya-Sprachen über die Dorfentwicklung bis zur politischen Bildung. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Arbeit von DVV International in der Unterstützung der indigenen Landbevölkerung, insbesondere der Frauen. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre ist es dem Institut ein Anliegen, die Rechte der Bauern und der Frauen in den dünn besiedelten ländlichen Regionen Guatemalas zu stärken. Um das zu erreichen werden zwei Strategien verfolgt: Zum einen werden verschiedene Projekte mit direkter Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt, um die landwirtschaftliche Produktion umweltschonender und effizienter zu gestalten. Zum anderen werden die lokalen Politikerinnen und Politiker mit in die Prozesse einbezogen, damit die Entwicklungsfortschritte von Dauer sind.

Zu den Arbeitsschwerpunkten zählen vor diesem Hintergrund:

  • Lebensmittelsouveränität und Implementierung einer nachhaltigen, solidarischen Ökonomie mit verschiedenen Gruppen der Maya-Bevölkerung;
  • umweltfreundliche Nutzung des Bodens und Diversifizierung der Anbaumethoden durch Agroforstwirtschaft sowie die Förderung des Wissens über einheimisches Saatgut;
  • Aufbau von Selbstverwaltungsorganisationen unter anderem mit dem Ziel besserer Zusammenarbeit und Austauschmöglichkeiten der organisierten Gruppen untereinander.

Partner

In Guatemala arbeitet  DVV International mit sechs Partnerorganisationen zusammen, die sich an verschiedene Gruppen der indigenen Bevölkerung wenden. Die Partner stärken und vertreten die Interessen der indigenen Bevölkerung und bilden oftmals die Brücke zwischen diesen und den lokalen Gemeindeverwaltungen. So kommt ein Dialog zustande, durch den die Forderungen der Bevölkerung in Gesetze und Institutionen eingebracht werden können. Die Partner sind: Asociación de Desarrollo Integral Comunitario Indígena (ADICI); Cooperación para el Desarrollo Rural de Occidente (CDRO); Servicios Jurídicos y Sociales (SERJUS); Proyecto de Desarrollo Santiago (PRODESSA) und Unión de Agricultores Minifundistas de Guatemala (UAM).