Mexiko

  • Das Team von DVV International in Mexiko

  • Mayabauern tauschen native Maissorten aus

  • Agrarökologischer Kurs, durchgeführt von der Partnerorganisation Patronato

  • Laden der Frauenkooperative CESDER in Zautla

Die Arbeit von DVV International in Mexiko begann im Jahr 1993 mit einem nationalen Büro. Seit dem Jahr 2000 fungiert das Büro auch als Regionalbüro für die Arbeit des Instituts in Mittelamerika. Die Programme in Mexiko richten sich insbesondere an die indigene Landbevölkerung, Frauen und lokale Entscheidungsträgerinnen und -träger. Ein Schwerpunkt liegt seit vielen Jahren darauf, den Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen der indigenen Bevölkerung auf lokaler Ebene zu fördern. Eine lokale Fachkraft aus dem Regionalbüro koordiniert die Länderarbeit mit den mexikanischen Partner-organisationen und leitet das im Jahr 2014 begonnene EU-Projekt zum Menschenrecht auf Bildung.

Arbeitsschwerpunkte

In Mexiko legen die sechs Partner von DVV International besonderen Wert auf politische Bildung und den direkten Einbezug der Bevölkerung in die Lokalpolitik. Eine nachhaltige Landwirtschaft im Sinne der solidarischen Ökonomie soll dadurch gestärkt werden. Die Nutzung des einheimischen Saatguts und die Eigenproduktion durch die Landbevölkerung sind dafür maßgeblich. Das übergeordnete Ziel ist die Stärkung des Menschenrechts auf Lebenslanges Lernen.

Für indigene Frauen werden Kurse durchgeführt, durch die sie Selbstvertrauen und Organisations- stärke gewinnen. Die zunehmende Einbeziehung der Männer in Fragestellungen, die das Verhältnis der Geschlechter zueinander betreffen, ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten Projektarbeit.

Ein Konsortium zur Interkulturalität mit fünf staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen und Institutionen erarbeitet eine interkulturelle Pädagogik für Erwachsenenbildnerinnen und -bildner sowie Lehrerinnen und Lehrer, um ihre Kompetenzen im Umgang mit bikulturellen und bilingualen Gruppen zu stärken.

In dem mit EU-Mitteln finanzierten Projekt Derecho EPJA (Evaluierung der staatlichen Erfüllung des Menschenrechts auf Bildung) werden die Bestrebungen staatlicher Stellen nach Lebenslangem Lernen für alle ausgewertet. Dieses Projekt wird mit drei mexikanischen Partnern (UCI-RED, EDUCE und INICIA) in drei südlichen Provinzen Mexikos (Puebla, Chiapas und Quintana Roo) durchgeführt und möchte die beteiligten Organisationen und Institutionen so stärken, dass sie Einfluss nehmen können auf staatliche Bildungsträger, vor allem auf das Nationale Institut für Erwachsenenbildung (INEA).

Partner

In Mexiko arbeitet DVV International mit sechs Partnerorganisationen zusammen. Dazu gehören in erster Linie Nichtregierungsorganisationen, Basisorganisationen und Verbände, die im Bereich der entwicklungsorientierten Erwachsenenbildung tätig sind. Sie konzentrieren sich in ihrer Arbeit auf die Förderung von Selbsthilfeorganisationen, auf die Verbesserung der Lebensumstände vor allem marginalisierter indigener Bevölkerungsgruppen und ihrer Beteiligung an der lokalen Selbst-verwaltung. Partner in Mexico sind: Centro de Estudio para el Desarrollo Rural (CESDER); Educación, Cultura y Ecología (EDUCE); Patronato Pro Educación (PATRONATO); Universidad Campesina Indígena (UCI-RED); Iniciativas para la Identidad y la Inclusión (INICIA) sowie Voces Mesoamericanas – Acción con Pueblos Migrantes (VM-APM).

Kontakt in Mexico

DVV International
Regionalbüro
Mittelamerika und Kuba
Centro América y el Caribe
Gómez Farias No. 75
Col. del Carmen
Coyoacán, México 04100, D.F.

Regionalleiter
Mittelamerika und Kuba:
Hans Pollinger
Pollinger@dvv-international.mx 

Kontakt in Deutschland

Regionalreferentin
Mittelamerika und Kuba:
Dr. Beate Schmidt-Behlau
schmidt-behlau@dvv-international.de

Mehr Informationen

www.epja.org