Côte d‘Ivoire

Mit der Verlegung seines Regionalbüros für Westafrika von Bamako nach Abidjan nahm DVV International Anfang 2026 seine Arbeit in Côte d’Ivoire auf. Mit Blick auf Erwachsenenbildung spielen in dem Land Alphabetisierung und nachholende Grundbildung eine dominante Rolle. Mit der Umstrukturierung des Teilsektors seit 2021 hat die Regierung bedeutende Reformen umgesetzt. Dazu gehören die Entwicklung der Kapazitäten innerhalb des Ministeriums, die Aktualisierung von Strategien und Politiken, die Einrichtung eines Monitoringsystems sowie die Schaffung eines sektorübergreifenden Abstimmungsgremiums zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren. 

Indikatoren wie die weiterhin hohe Analphabetenquote von rund 47 % verdeutlichen jedoch, dass diese Maßnahmen bislang nur begrenzte Wirkung entfalten und der erhebliche Bildungsbedarf von Jugendlichen und Erwachsenen nicht ausreichend gedeckt wird. Auf Grundlage der nationalen Strategie für Alphabetisierung und non-formale Bildung (2026) setzt sich DVV International Côte d‘Ivoire für die Stärkung eines multisektoralen Erwachsenenbildungssystems ein, welches nicht nur den individuellen Erwerb von Wissen und Kompetenzen unterstützt, sondern auch zur Entwicklung der Gesellschaft sowie zur Förderung der Demokratie und lokalen Wirtschaft beiträgt. 

Arbeitsschwerpunkte

  • Umsetzung der nationalen Strategie für Alphabetisierung und non-formale Bildung: DVV International unterstützt bei der Bekanntmachung der Strategie und berät die verschiedenen staatlichen und nichtstaatlichen Akteure bei der Umsetzung. Zudem unterstützt das Institut die Einrichtung eines Monitoringsystems für die Strategie.
  • Professionalisierung von Erwachsenenbildner*innen: Weiterbildungsangebote für Erwachsenenbildner*innen, um deren Qualifikation und die Qualität der Bildungsarbeit insgesamt zu verbessern.
  • Pilothafter Aufbau von Erwachsenenbildungszentren: DVV International unterstützt die gezielte Förderung von Modellzentren in drei Gemeinden. Dies umfasst Bedarfserhebungen, Weiterbildungen für Lehrkräfte und Managementpersonal, sowie die Ausstattung und Unterstützung bei der Entwicklung von integrierten Bildungsangeboten, die beispielsweise Alphabetisierung mit einkommensschaffenden Maßnahmen kombinieren.
  • Begleitung der Umsetzung der CONFINTEA-Empfehlungen in der Region: Beratung und Begleitung von fünf Ländern der Region (Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Mali, Togo) bei der Erarbeitung von Aktionsplänen sowie bei der Lobbyarbeit zur Umsetzung des Aktionsrahmens von Marrakesch.

Partner

Hauptpartner ist das Ministerium für nationale Bildung mit seinen vier, für Erwachsenenbildung zuständigen, Direktionen. Die UNESCO, die nationalen Dachverbände von Anbietern von Erwachsenenbildung sowie die in diesem Bereich aktiven Hochschulen sind ebenfalls wichtige Partner. Auf regionaler Ebene wird eng mit dem westafrikanischen Erwachsenenbildungsnetzwerk PAMOJA Education zusammengearbeitet.