Demokratie lernen, Demokratie leben: Summer School im EU-Projekt „Empower Democracy"

Mehrere Menschen befinden sich in einer Aula vor einem angebeamten Bild mit dem Titel "Summer School, Empower Democracy". Die Menschen in der ersten Reihe sitzen auf Stühlen. Alle halten einen roten Umschlag in der Hand.
Lehrkräfte kommen in Wien für die Summer School zusammen

Ende August kamen 30 Lehrkräfte aus fünf Institutionen und vier Ländern an der Volkshochschule Wien zusammen: Bei einer Summer School im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Empower Democracy" erprobten sie erstmals gemeinsam ein neu entwickeltes Curriculum zur Demokratiebildung für junge Erwachsene.

Wie können junge Erwachsene darin gestärkt werden, sich aktiv in eine demokratische Gesellschaft einzubringen? Und wie können Volkshochschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung dafür passende, interaktive Bildungsangebote entwickeln? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Erasmus+-Projekt „Empower Democracy: Building Competencies for Active Citizenship in Europe". Partnerorganisationen aus Deutschland, Österreich, Rumänien und Moldau arbeiten unter der Koordination der Mannheimer Abendakademie daran, demokratische Kompetenzen praxisnah zu vermitteln und Kursleitende für deren Vermittlung an die Zielgruppe junger Erwachsener zu qualifizieren.

Nach dem Projektstart Ende 2025 lag der Schwerpunkt zunächst auf dem Projektmanagement und dem Aufbau gemeinsamer Strukturen. Bereits Anfang 2026 wurde es konkret: Ein zentraler Meilenstein des Projekts ist die Entwicklung neuer, praxisnaher Bildungsmodule für junge Erwachsene. Dafür brauchte es nicht nur gute Ideen, sondern vor allem Menschen, die ihre fachliche sowie pädagogisch-didaktische Erfahrung einbringen. Ein besonderer Fokus lag deshalb auf der Suche nach geeigneten Trainer*innen. Ausgewählt wurde schließlich ein Team aus vier Trainer*innen aus allen beteiligten Partnerländern, das von Februar bis Juni 2026 gemeinsam ein umfassendes Curriculum erarbeitete: In vier Modulen werden junge Erwachsene befähigt, über ihre eigene Rolle in der Gesellschaft zu reflektieren und sich aktiv in gesellschaftliche Handlungsfelder einzubringen. Das Curriculum vermittelt dabei nicht nur theoretisches Wissen über Demokratiebildung, sondern bietet vor allem konkrete Methoden und Ansätze, wie demokratische Kompetenzen in der Bildungsarbeit mit jungen Erwachsenen gefördert werden können.

Vom Curriculum zur gemeinsamen Praxis

Ende August wurde es dann praktisch: Vom 24. bis 28. August fand an der Volkshochschule Wien eine Summer School statt, bei der insgesamt 30 Lehrkräfte von fünf Institutionen der beteiligten Partnerländer zusammenkamen. Diese Gruppe von Lehrkräften wurde mit dem neu entwickelten Curriculum vertraut gemacht und für dessen Umsetzung in der anstehenden Pilotphase qualifiziert. Die Summer School markiert damit einen wichtigen Übergang von der theoretischen Entwicklung zur praktischen Anwendung. Für das Projektteam war die Summer School ein besonderer Meilenstein. Nach Monaten der Planung, Abstimmung und intensiven Curriculum-Arbeit kam die internationale Zusammenarbeit nun an einem Ort zusammen – und das entwickelte Curriculum wurde erstmals gemeinsam mit denjenigen erprobt, die es später in ihrer Bildungsarbeit einsetzen werden.

Im nächsten Schritt werden die entwickelten Bildungsangebote an den Partnerinstitutionen angeboten und erprobt. Durch diese praktischen Erfahrungen kann das Curriculum angepasst und für den tatsächlichen Einsatz weiterentwickelt werden, denn langfristig sollen die vier Module des Curriculums auch von weiteren Institutionen genutzt werden können. So soll aus der gemeinsamen Projektarbeit nachhaltige Bildungsarbeit entstehen – und ein Beitrag dazu geleistet werden, junge Menschen zu aktiver demokratischer Teilhabe zu befähigen.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Erasmus+ gefördert und läuft von November 2025 bis Oktober 2028.