Malawische Ministerin betont Bedeutung von Community Learning Centres

Eine Gruppe von Menschen steht zusammen in einem Raum. Im Bildvordergrund präsentiert eine junge Frau ein Ausbildungsmodell und spricht in ein Mikrofon. Rechts von ihr steht eine Frau in einem bunt gemusterten Kleid und schaut aufmerksam zu.
Ministerin Mary Navicha besucht ein von DVV International unterstütztes Community Learning Centre (CLC) im Distrikt Mchinji

Bei einem Besuch im malawischen Distrikt Mchinji hob die Ministerin Mary Navicha die Bedeutung der von DVV International unterstützten Community Learning Centres (CLC) hervor. Sie betonte den Beitrag der CLCs zur Förderung von Selbstständigkeit und zur Überwindung von Armut. 

Seit 2017 unterstützt DVV International den Aufbau von nachhaltigen Strukturen für Erwachsenenbildung in Malawi. Im Zentrum der Bemühungen stehen dabei Community Learning Centres (CLC) – Bildungszentren in ländlicher Umgebung, die berufsbildende Kurse für Absolvent*innen von Alphabetisierungsschulen (Sukulu ya Chitukuko) anbieten. 

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Alphabetisierung und Erwachsenenbildung (NACLAE) hat DVV International inzwischen in fünf verschiedenen Distrikten neun CLCs aufgebaut. Vielen der Zentren ist es bereits gelungen, durch einkommensschaffende Maßnahmen, wie Tierzucht oder Reisanbau, eigene Gelder zu erwirtschaften, um mittelfristig unabhängiger von externer Förderung zu werden. Vor allem aber konnten die Kurse in den CLCs dazu beitragen, Menschen aus der Armutsfalle zu befreien, indem ihnen wichtige Fertigkeiten vermittelt wurden, die sie nun zum Aufbau eines eigenen kleinen Business nutzen können. Hierzu zählt das Schneiderhandwerk ebenso wie Solarinstallation, das Maurerhandwerk oder wesentliche Fertigkeiten für die Arbeit in einem Schönheitssalon.

Ministerin Navicha besucht Community Learning Centre

Zwei der von DVV International unterstützten CLCs befinden sich im äußersten Westen des Landes im Distrikt Mchinji. Dorthin reiste am 25. August die Ministerin für Geschlechtergleichheit, Kinder, Menschen mit Behinderung und soziale Wohlfahrt, Mary Navicha, um sich selbst ein Bild vom Nutzen der CLCs zu machen. Die Zuständigkeit für Erwachsenenbildung unterliegt in Malawi nicht dem Bildungs-, sondern dem von ihr geleiteten Ministerium. Zuerst ließ sich Navicha die Produkte der Absolvent*innen der berufsbildenden Kurse zeigen. Im Anschluss kam sie mit den aktuellen Schüler*innen ins Gespräch und konnte sich ein Bild von dem starken Engagement der lokalen Bevölkerung für das CLC machen. 

Selbstständigkeit als Weg aus der Armut

Bei den anschließenden Feierlichkeiten betonte die Ministerin, dass die Selbstständigkeit für viele Menschen ein besserer Weg aus der Armut sei als das vergebliche Warten auf formale Beschäftigung oder Gelegenheitsjobs. Die CLC-Kurse eröffneten dafür konkrete Möglichkeiten. Die Ministerin lobte auch die große Unterstützung durch DVV International. Ebenso großen Zuspruch erhielt DVV International von der Parlamentsabgeordneten aus Mchinji, Rachel Mazombwe Zulu, sowie von der Vertreterin des BMZ in der deutschen Botschaft in Lilongwe, Susanne Meltl. 

Die Unterstützung der CLCs in Malawi ist eingebettet in Bemühungen, mittels eines holistischen Ansatzes das gesamte malawische Erwachsenenbildungssystem zu stärken. Erfolgreiche Pilotaktivitäten in CLCs sollen aufzeigen, welche positiven Resultate Erwachsenenbildung durch geringen Mitteleinsatz erreichen kann. Diese Erfolge können im Dialog mit Entwicklungspartnern und der nationalen Regierung genutzt werden, um eine stärkere Berücksichtigung von Erwachsenenbildung in Entwicklungsplänen und öffentlicher Förderung zu erreichen.