Im Rahmen des PASSIP-Projekts in Mali lernen Landwirt*innen in REFLECT-Lernzirkeln nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sondern entwickeln auch nachhaltige Anbaumethoden und neue Einkommensquellen. Bourama Coulibaly erzählt, wie Erwachsenenbildung seine Felder, seine Familie und das Leben im Dorf verändert.
Seit November 2024 unterstützt DVV International ein von der GIZ finanziertes Projekt zur Umsetzung des nationalen Programms für nachhaltige Kleinbewässerungslandwirtschaft in Mali (PASSIP). Der zugrundeliegende Ansatz verbindet Erwachsenenbildung, Umweltschutz und Einkommensmöglichkeiten. Partizipative REFLECT-Lernzirkel (Regenerated Freirean Literacy Through Empowering Community Techniques) sind dabei ein wichtiger Bestandteil. In diesen Gruppen lernen die Teilnehmenden lesen, schreiben und rechnen. Gleichzeitig analysieren sie Probleme aus ihrem Lebens- und Berufsalltag und entwickeln gemeinsam Lösungen.
Zusätzlich erhalten sie eine praktische Ausbildung im Umwelt- und Naturschutz. Die dabei identifizierten Umweltdienstleistungen setzen sie anschließend im Rahmen bezahlter, arbeitsbasierter Maßnahmen um. Diese Kombination aus Qualifizierung, bezahlter Arbeit und fachlicher Begleitung erschließt neue landwirtschaftlich nutzbare Flächen, stärkt die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber Umweltproblemen, sichert Einkommen und eröffnet nachhaltige Beschäftigungsperspektiven.
Bourama Coulibaly ist Landwirt. In der Regenzeit baut er Mais, Hirse, Reis und andere Feldfrüchte an. In der Trockenzeit betreibt er Garten- und Gemüsebau. Im Rahmen des Projekts nimmt er an einem REFLECT-Zirkel in Noumoussabougou im Süden von Mali teil.