Erwachsenenbildung liefert unter Einbindung einer starken Zivilgesellschaft enorm wichtige Beiträge und Lösungsansätze in vielen Entwicklungsfragen, insbesondere für benachteiligte Menschen in entlegeneren Gegenden. Die grundsätzliche Herausforderung besteht darin, diesen Zusammenhang evidenzbasiert aufzuarbeiten und zielgerichtet zu kommunizieren – weit über die Erwachsenenbildungsszene hinaus.
Das längste Glied in der Kette hat noch zu wenig Gewicht: Angesichts der langen Spanne des Erwachsenendaseins im Leben verdient die Erwachsenenbildung sehr viel mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Das ist eine der Botschaften, die die 5. Internationale „Adult Education and Development Conference“ von DVV International aussendet, die vom 11. bis 12. Oktober in Tiflis und damit erstmals außerhalb Deutschlands stattfand. Anwesend waren über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 36 Ländern.
Die Formel klingt fast zu simpel, doch sie funktioniert - zumindest in Mali: Grundbildung + landwirtschaftliche Weiterbildung = mehrfache Ernte. Ein Blick auf malische Felder.
Nachdem auf dem World Educatin Forum in Incheon, Korea, im Mai bereits die neue Bildungsagenda Education 2030 verabschiedet wurde, hat der UN-Gipfel Ende September in New York mit großem Zerimoniell nun auch die globalen Entwicklungsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet. Education 2030 bedeutet dabei zunächst aus der Sicht der Jugend- und Erwachsenenbidung zweifellos einen Fortschritt, wird doch mit dem sehr inklusiven Ziel „Ensure inclusive and equitable quality education and promote lifelong learning opportunities for all by 2030“ erstmal ein holistischer Bildungsbegriff angewandt, der auch das non-formale und informelle Lernen im gesamten Lebenslauf mit berücksichtigt.
Alle Rückschläge können Irakli Khvadagianis nicht entmutigen. Der junge Historiker und seine Mitstreiter suchen seit Jahren in der georgischen Hauptstadt Tbilisi nach den Massengräbern der 1930er Jahre, in denen die Opfer des Großen Terrors in der Sowjetunion verscharrt worden sind. Die Aktivisten haben sich in der NGO SovLab zusammengeschlossen, die sich der Erforschung des politischen Terrors zu Sowjetzeiten verschrieben hat. Gefördert wird das Projekt vom Deutschen Volkshochschulverband International (DVV International), der in Tbilisi sein Regionalbüro u.a. für Georgien, Armenien und die Türkei betreibt. Finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung engagiert sich DVV International in der politischen Erwachsenenbildung und setzt dabei einen seiner…
Knapp zwei Dutzend junge Frauen und Männer zwischen zwanzig und dreißig haben sich für eine Woche zu einem von DVV International organisierten Bloggerworkshop in Tiflis zusammengefunden. Unter der Überschrift „Young Bloggers from South Caucasus“ werden sie in die Künste des Bloggens eingeführt, um dann – mit dem nötigen fachlichen und technischen Know-how ausgestattet – einen eigenständigen Beitrag zu mehr Meinungsvielfalt in ihren Herkunftsländern leisten zu können.