Am 4. Oktober 2022 führte das Regionalprojekt "Östliche Nachbarn" seine erste Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Europäischen Vereinigung für Erwachsenenbildung (EAEA) durch, mit 50 Teilnehmer*innen aus sechs Ländern: Armenien, Georgien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, der Ukraine und Moldawien. Dieser Online-Workshop bot lokalen Organisationen der Zivilgesellschaft und öffentlichen Einrichtungen wie Ministerien und lokalen Behörden die Möglichkeit, einen allgemeinen Überblick über die CONFINTEA-Prozesse zu gewinnen, den Wert der CONFINTEA-Ergebnisse für die Vertretung der Interessen der Erwachsenenbildung zu diskutieren und Ideen zur Umsetzung der Empfehlungen des Aktionsrahmens von Marrakesch (MFA) auszutauschen.
Die neue Bundesregierung, die seit Ende 2021 im Amt ist, setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben ein, unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Behinderung oder anderen Merkmalen. In diesem Sinne wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine feministische Entwicklungspolitik betreiben. DVV International verfügt auf diesem Gebiet bereits über reiche Erfahrung.
Afghanistans neue, Taliban-geführte De-facto-Regierung hat den Sekundarschulunterricht für Mädchen von Klasse 7 bis Klasse 12 eingestellt. Sie führte außerdem eine strikte Geschlechtertrennung in allen Bildungsprogrammen und -einrichtungen ein. Überdies ist die Finanzierung des Bildungssystems, das in hohem Maße von internationaler Unterstützung abhängig war, nun gestoppt. Die Angebote der Erwachsenenbildung stehen Frauen weiterhin offen.
Die Stimme der Frauen verstärken: Erfahrungen aus der Erprobung des Gender-Toolkits in der Andenregion
Jüngste Untersuchungen der letzten Jahre zeigen wenig ermutigende Ergebnisse hinsichtlich der Einbeziehung von Gender-Ansätzen in Lateinamerikas Bildungssektor. Die Unterschiede in der Einschulungsrate von Männern und Frauen und in der Verweildauer im Bildungssystem bestehen fort, vor allem in ländlichen Gebieten, bei bäuerlichen und indigenen Gruppen. Die Lehrplaninhalte verstärken Geschlechterstereotypen. Umso wichtiger ist das Gender-Toolkit.
Malawi, ein Land im südlichen Afrika, das an Mosambik, Sambia und Tansania grenzt, hat seinen ersten nationalen Strategieplan für Alphabetisierung und Erwachsenenbildung (2022-2027) verabschiedet. Der Strategieplan zielt darauf ab, die Umsetzung der 2020 eingeführten Nationalen Politik zur Alphabetisierung und Erwachsenenbildung (NALEP) zu stärken.
Diese positive Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der die Akteur*innen im Land ihre Bemühungen zur Förderung der Bildung für Erwachsene durch Programme wie die integrierte Erwachsenenbildung (IAE), die Erwachsenenbildung in Gefängnissen, die Erwachsenenbildung in kommunalen Lernzentren und die inklusive Erwachsenenbildung, die sich an Menschen mit Behinderungen richtet, intensiviert haben.
Die regionale Konferenz zur Professionalisierung der Erwachsenenbildung mit dem Titel „Chances and Challenges in the Post-Confintea VII Time“ fand am 14. und 15. September 2022 an der Universität von Dar es Salaam, Tansania, statt. Mehr als 100 Gäste aus den drei Partnerländern der Region East/Horn of Africa (Äthiopien, Tansania, Uganda), darunter Vertreter*innen von Regierungen, Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, nahmen an der Veranstaltung teil.