Mehr Menschen denn je sind aktuell auf der Flucht. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie reichen vom Verlust der Lebensgrundlagen über politische und religiöse Verfolgung oder soziale Benachteiligung bis hin zu geschlechtsspezifischer oder ethnischer Diskriminierung. Aktuellen Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge waren Ende April 2025 über 122 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Erwachsenenbildungseinrichtungen weltweit engagieren sich mit ihren Angeboten intensiv für die Unterstützung betroffener Menschen. Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni berichtet Anush Aleqsanyan, die aus Bergkarabach nach Armenien geflohen ist, von ihren Erfahrungen und wie Bildungsangebote ihr dabei geholfen haben, neu anzukommen.
Mit großem Engagement hat DVV International die Einrichtung eines Studiengangs für Erwachsenenbildung an der Ecole Normale Supérieure (ENSup) in Mali über mehrere Jahre begleitet und maßgeblich unterstützt. Gemeinsam mit dem malischen Bildungsministerium und weiteren Partner*innen wurde so ein wichtiger Schritt hin zu mehr Bildungsqualität und gesellschaftlicher Anerkennung der Erwachsenenbildung in Mali getan.
Dr. Ernst Dieter Rossmann, Ehrenvorsitzender des DVV, analysiert im Beitrag die Pläne von Union und SPD. Er identifiziert die wichtigsten Vorhaben für eine zukunftssichere Weiterbildung und nimmt dabei vor allem die Themen Digitalisierung, Internationale Erwachsenenbildungsarbeit, Integration, Selbstständigkeit von Lehrkräften sowie Umsatzsteuer in den Blick. Aus den guten Vorsätzen im Koalitionsvertrag muss Fortschritt in Richtung auf mehr Weiterbildung für alle werden, findet Ernst Dieter Rossmann.
Das Bildungsverbot für Frauen und Mädchen, massive Einschränkungen ihrer Beschäftigungsmöglichkeiten, die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und die um sich greifende Armut haben katastrophale Auswirkungen auf Frauen in Afghanistan. Der langjährige Partner von DVV International, die Afghan National Association for Adult Education (ANAFAE), nutzt seine engen Beziehungen zu Gemeinden und lokalen Entscheidungsträgern, um kreative Wege zu finden, die Entwicklung von Frauen zu fördern, ohne ihre Sicherheit zu gefährden. Frau Roqia, Schneiderin und Mutter von zwei Kindern, ist eine von 45 Teilnehmerinnen eines Kurses für Unternehmerinnen. Sie berichtet, wie sie ihr Geschäft trotz aller Einschränkungen weiter ausbaut.
Mit Unterstützung von DVV International haben zwei Forscher*innen aus Laos an der Universität zu Köln promoviert und sich dabei mit zentralen Herausforderungen im Bereich Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen auseinandergesetzt.
Mariia Mylohorodska ist Projektkoordinatorin im Büro von DVV International in der Ukraine. Drei Jahre nach Russlands vollständiger Invasion ihres Landes berichtet sie, wie sie und viele andere Ukrainer*innen – inmitten von Krieg und Unsicherheit – im Lernen Stärke fanden.